DEUTSCHLAND [Ostseehalbinsel Zingst] – Travel Guide

Warum an die Ostsee [mit Kindern]?

Impressionskonfetti© 

Stresskiller Ostsee, Puderzuckersand, endlose Strände und Matjesbrötchen, Schnacken, Wind im Nacken, Fahrradglück und Sanddorn Spritz, Ostseeheilbad und Futter-Kutter, entspannt und unaufgeregt, Kapitänshäuser und Fischbouletten, Bodden, Seepromenade, Plattdütsch und viele bunte Haustüren, gemütlich, grün und grob, Sand im Haar, Waffel in der Hand, Bernstein und Fischplatte, Hühnergötter und Hollandfahrräder, Quallen und Donnerkeile, Sturmhochwasser und Sanddornbüsche, Küstenschutz und Leuchttürme, Gänse und Buhnen, Fotokunst, Drachenglück und Strandkorbidylle, Vorpommersche Boddenlandschaft, Deiche, Windmühlen und Möwen, auf den Swutsch gehen, Tee trinken und Sanddorntorte, Seebrücke und Tauchglocke, Kraniche und Mückenschwärme, Seeglas, Wald, kalte Nasen, Reet- und Rohrdächer, Fischbuden und Bootsfahrten, Sonnenschein und Schietwetter, Wald und Backsteinhäuser, Fischland-Darß-Zingst, Mecklenburg-Vorpommern und der Zingst. Lust auf das Ostseebad und mehr? Moin! Herzlich Willkommen auf der Halbinsel. Halb Insel, halb Paradies, ne?

Ostseekieker

Fischland-Darß-Zingst. „Wo seid ihr, bitte?“ – „An der Ostsee“. Die kennt dann halt jeder. Husch, husch ins Körbchen! Fußablage ausziehen, Tisch aufklappen, Getränk genießen. Ostseeblick aus dem Strandkorb* konsumieren. Entspannen Sie sich bitte JETZT! Gedankenlärmbefreiung am Meer und wenn man Glück hat noch Sonne satt. Die raue Brise bleibt, aber mit Windschutz aller Art, kann man sich auch an ihr gut erfreuen. Der Wind gehört dazu, so wie die Buhnen, die Möwen und eben der legendäre Strandkorb, der übrigens immer in Richtung der Sonne gedreht wird. Absichtslose Entspannung im großen Sandkasten. Löppt**!

*Strandkorb: 1882 flocht der Korbflechtmeister Bartelmann einer rheumakranken Dame einen Strandstuhl mit Abschirmung, damit sie angenehm am Strand verweilen konnte. Der Strandkorb war geboren und wird noch heute handgefertigt – mit Haube, gestreiften Polstern, Armlehnen, Klapptisch und Fußstützen.

**löppt: Hochdeutsch: ok, läuft

Kiek mol, mir Bayern san auch mit’m Radl da

Das Wetter wechselt oft und bringt Abwechslung in den Urlaub. Von grauem Schietwetter und eiskaltem Gegenwind bis hin zu wolkenlosem Sonnenschein und warmen Windböen. Mit Ersatzsocken und Mützen im Gepäck, geht’s entspannt los. Fast immer mit dem Fahrrad (juhu, keine Steigungen!) und/oder mit dem Boot. Das Auto kann man getrost mehrere Wochen auf dem Parkplatz stehen lassen. Mit dem Fahrrad sind viel mehr kleine hübsche Orte und Ecken zu erreichen.

Entspannung? So kann sie entstehen: mit dem Fahrrad gemütlich auf dem Deich bis zum gewünschten Strandübergang (damit niemand verloren geht, sind die Übergänge nummeriert). Die Kids bauen begeistert ihre Burgen im puderzuckerfeinen Ostseesand mit Muscheln und Strandhafer. Wir Eltern verweilen an der Düne oder im Strandkorb und hören dem Ostseewind beim Wehen zu. Anschließend gönnen wir uns Landgemachtes – einen heißen Sanddornsaft und ein lecker‘ Fischbrötchen auf die Hand – während die Heringsmöwen kreischend und erwartungsvoll über der Düne lauern. Hach, wie schön!

Ausflüge, Hühnergötter und das kleine Glück

Der Weg ist das Ziel, vor allem mit den Fahrrädern. Die sind wirklich immer mit dabei, sogar auf der Fahrt zur Ostseeinsel Hiddensee. Wir radeln an verschiedene Sandstrände, nach Prerow, zum Leuchtturm, zur Hohen Düne, um den Bodden, durch den Osterwald und Darß, zu Cafés und schönen Biergärten. Alle kommen in Schwung und der Ostseewind pustet auch noch den Kopf durch. Der Gegenwind ist manchmal eine Herausforderung für alle, aber der angenehme Rückenwind entschädigt immer. Wer nicht alle Strecken radeln mag, kann den angenehmen Radservice der Busse nutzen.

„Mama, ich weiß jetzt warum ich Bernstein am Weststrand gefunden habe. Ich hatte so viel Glück, weil ich vorher so viele Hühnergötter* gefunden habe.“

Donnerkeile, Fossile Seeigel, Muscheln, Seeglas, Klappersteine und Hühnergötter – ein Paradies für Sammler*innen. Am Strand laufen stets Menschen in gebückter Haltung spazieren. Mit etwas Geduld und Glück findest du auch das Gold des Meeres – Bernstein. Der Strand ist voller Schätze und kleinem Glück. Das kann jeder gut gebrauchen. Hier kannst du es finden!

*Hühnergott: ein Lochstein mit einem natürlich entstandenen Loch. Soll(te) das Hausgeflügel sowie das Haus gegen böse Geister schützen und gilt als Glücksbringer. Sehr alter slawischer Volksglaube. Hühnergötter kommen an der Nord-/Ostsee vor. Viele Menschen hängen die Hühnergötter als Ketten zum Schutz an ihr Haus.

Unsere Tipps!

Allgemein

Fischland-Darß-Zingst. Zungenbrecher & wunderschöne Halbinsel an der Mecklenburgischen Ostseeküste. Sie besteht aus drei Teilen: Fischland – Darß – Zingst und liegt grob zwischen Stralsund und Rostock. Der Zingst, erst Seefahrerdorf, dann Ostseebad, jetzt Ostseeheilbad. Wunderschön, flach wie eine Flunder, weite Sicht und kurze Wege. Liegt am östlichen Ende der Halbinsel. Der Großteil der Landschaft ist dem Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft zugeordnet. Lange, steinfreie Sandstrände auf der Küstenseite. Südlich liegt der Bodden, eine „Lagune“, mit Öffnung zum Meer. Der (Ur)Wald ist auch nicht weit – der Darß und der Osterwald liegen in unmittelbarer Nähe. Verschlafen in der Nebensaison, teils sehr überlaufen in der Hauptsaison. Man spricht Vorpommersch. Viele Picknickplätze, Ruhebänke und regelmäßig gereinigte Strand-WCs. Die Halbinsel ist sehr gut geeignet für einen Urlaub mit dem Wohnmobil, Menschen mit Gehbehinderung, begeisterte Fahrradfahrer*innen und Fotograf*innen. Ausgezeichnet als familienfreundlich | barrierefrei. Anreise mit dem Auto: via Meiningenbrücke (Tor zur Halbinsel). Nächster Flughafen: Stralsund. Allgemeine Infos zu Ausflügen, Übernachtungen, Gastronomie, Fotografie, Sport und Spiel, Kunst, Kultur, Kurkarte oder Veranstaltungen erhält man hier. Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst gilt als eine der schönsten und abwechslungsreichsten Küstenregionen der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern.

Unterkunft

Wohnen hinter’m Deich. Die Halbinsel bietet eine große Auswahl an Ferienhäusern & Ferienwohnungen. Von günstigen Ferienunterkünften, bis hin zur Reetdach-Luxus-Villen mit Pool und Sauna, ist alles verfügbar. Es gibt auch Campingplätze direkt hinter’m Deich oder mitten in den Dünen. Schöne Hotels und Pensionen bieten sich natürlich auch zur Genüge an, aber wir finden hier eine private Ferienunterkunft für Familien einfach passender. Schon alleine wegen der vielen sandigen, matschigen Klamotten und der wunderbaren gastronomischen Angebote… eine Waschmaschine ist hier ein Segen und die Hühnergötter an all den Unterkünften halten auch die bösen Geister fern – ja, bringen, so sagt man, sogar Glück.

Essen | Trinken

Smeckt di dat Eten? Die Küche ist meist bodenständig und zum Teil sehr deftig. Hier dominiert natürlich der Fisch aus der Ostsee und dem Bodden – gebraten, frittiert, geräuchert, gedünstet, gekocht, gegrillt und gebacken. Fisch macht die Region und seine Bewohner*innen seit Anbeginn aus. Es gibt sehr gemütliche Restaurants und Gaststätten in und um Zingst.

  • Fischbrötchen – von Matjes über Krabben bis Bismarck und Seelachsgeschnetzeltem – ein Genuss „up Hand“. Ohne Gedöns, aber mit viel Zwiebeln und manchmal Remoulade!

  • Fischboulette – eine goldbraun gebratene Fischfrikadelle. Ein kulinarisches Gericht, das aus filetiertem Fisch oder gehackten/gemahlenen Meeresfrüchten besteht.
  • Flunder aus der Ostsee – gebratener Plattfisch, meist mit Bratkartoffeln.
  • Hiddensee Pfefferlappen – süß-scharf eingelegter Hering. Seit dem 16. Jahrhundert in Hiddenseer Familien von Generation zu Generation weitergegeben.

  • Ostseesteinbutt – gebratener, würziger, leicht nussiger Fisch mit Kartoffeln und Gemüse.
  • Boddenbarschfilet/Boddenzanderfilet – gebratener Fisch aus dem Bodden (Lagune) mit Beilage.
  • Bratheringe – frisch gebratene Heringe mit Kartoffeln und Salat.

  • Fischerteller „Ostsee“ – hausgemachter Brathering, gebeizter Lachs und Matjes, dazu hausgemachte Remo und Bratkartoffeln.

  • Sanddorn – eine Vitaminbombe, die Zitrone des Nordens. Es gibt viele verschiedene Produkte, wie Torten, Saft, Eis, Fruchtaufstriche, Liköre, Torten, usw.
  • Sanddorn Spritz – Sanddornlikör, Prosecco, Wasser, Kumquats und Eiswürfel. Ein Ostsee-Longdrink.
  • Milchreis – der warme Foodklassiker mit Zimt und Zucker. Wird sehr häufig angeboten. Die Kinder lieben es und er tut gut, vor allem bei einer kalten Ostseebrise.
  • DDR-Eis – Softeis mit weniger Lufteinschlag und ohne Sahne. Festere Konsistenz als übliches Softeis. Klassiker ist Schoko-Vanille. Nostalgie.

Tipps!

  • Strandkate (Zingst) – gutbürgerliches Restaurant. Urige Wohlfühlatmosphäre, frische Fleisch-, Fisch und vegetarische Gerichte.

  • Waffelmaik (vor der Seebrücke Zingst) – Waffelglück auf dem Deich. Eine Inselberühmtheit. Knusprige Waffeln mit verschiedenen Toppings für Einheimische und Touristen. Sehr lecker. Laut unseren Kindern die besten Waffeln, die sie jemals gegessen haben. Freundliche Worte, gute Musik und Späßchen inklusive.

  • Zuckerhut (Zingst Seebrücke) – tolle Location mit Blick auf die Ostsee. Drinks und Eis – auch zum Mitnehmen an den Strand. Chillige Musik und Heizstrahler unter den tropischen Schirmen. Man braucht’s.

  • JOHO Broiler Strandbar (Prerow) – sehr schöne Location. Zu den Hähnchen und deren Herkunft können wir leider nichts sagen, da wir nur mehrmals dort waren um etwas zu trinken und Fisch und Parmesan-Pommes zu essen. Es gibt noch ein weiter JOHO Bar in Zingst-Mitte.

  • Café Galerie (Barth) – KAFFEE, KUCHEN & KUNST direkt am Markplatz. Leckere Kuchen, sehr hübscher Innenhof und Selbstgemachtes.

Sehenswürdigkeiten:

  • Halbinsel Zingst oder der Zingst – östliche Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, die zwischen den Städten Rostock und Stralsund an der südlichen Ostseeküste liegt. 

  • Zingst Zentrum – ehemaliges Seefahrerdorf, heute Ostseeheilbad. Die Flaniermeile, die Strandstraße, liegt im Herzen des Ortes zwischen dem Zentrum und der Seebrücke. Hier gibt es viele Geschäfte, Cafés, Imbissbuden und Restaurants. Zingst bietet ein vielfältiges Kulturprogramm und ist zu allen Jahreszeiten ein schönes Ziel. Achtung! Im Hochsommer ist es im Zentrum sehr trubelig und oft eng.
  • Promenade (Zingst) – Flaniermeile von der Seebrücke durch das Zentrum bis zum Hafen am Bodden.
  • Kurhaus an der Seebrücke (Zingst) – bietet vielseitige und interessante Informationen und Angebote für Gäste und Einheimische.

  • Seebrücke (Zingst) – 270 Meter lange Brücke in die Ostsee. An ihrem Ende befindet sich die Tauchgondel. Tolle Ausblicke, Kunstobjekte, Möwen als fliegende Begleiter. Vor allem ohne Touristenströme ist die Seebrücke ein absolut lohnendes Ziel.

  • Tauchgondel (Zingst Seebrücke) –  Tauchgang in die Ostsee. Man taucht ganz langsam unter die Wasseroberfläche und kann von dort aus das Wasser und manchmal Meereslebewesen beobachten. Bei einer 3D-Filmvorführung erfährst Interessantes über den Lebensraum Ostsee und bekommst Tipps für Strandtage. Was tun wenn du eine Feuerqualle berührt hast? Der gesamte Tauchgang dauert etwa 30 Minuten.

  • Zingst Strand (Zingst) – der breite Sandstrand von Zingst erstreckt sich über ca. 15 km. Puderzuckersand, flach abfallendes Wasser, Strandkorbverleih, Sportbereich, Hundestrand, FKK, Surfen und Sammeln, gepflegte WC-Häuser, Imbissbuden, Spielplätze, angrenzender Wald, Fahrradwege, Deiche und Dünen.

  • Hafen am Bodden (Zingst) – Startpunkt für Fähren auf dem Bodden, Ausflugsfahrten mit dem Schiff (zum Beispiel auf die Insel Hiddensee) oder mit dem traditionellen Zeesboot*. Schönes Gastronomieangebot mit herrlichem Blick über die sogenannten Vogelinseln Große Kirr und Kleine Kirr.

*Zeesboot: traditionelles Fischerboot mit braunen Segeln aus der Zeit der Segelfischerei. UNESCO Kulturerbe. Die Fischerei mit Zeesbooten wurde zwar eingestellt, aber es gibt Ausflugsfahrten auf dem Bodden. Tipp! Besonders interessant während der Kranich-Saison.

  • Boddenufer (Zingst) – Ufer des Zingster Stroms. Ideal für eine Radtour, einen Spaziergang und Vogelbeobachtungen. Hier rasten tausende Graugänse, Nonnengänse und saisonal auch Kraniche. Sie fliegen beeindruckende Formationen und sind oft in großen Gruppen auf Wiesen anzutreffen.

  • Darßer Haustüren (Fischland-Darß-Zingst) – traditionelle, kunstvoll geschnitzte und liebevoll bemalte Haustüren. Findet man überall auf der Halbinsel. Die Elemente zeigen oft eine aufgehende Sonne oder bunte Tulpensträuße als Lebensbäume, die für eine sichere Heimfahrt der Seemänner stehen soll(t)en. Sie waren einst Statussymbol, sollten zum Beispiel Wohlstand bescheren oder böse Geister fernhalten. Die Türen sind UNESCO Weltkulturerbe und stehen teilweise unter Denkmalschutz.

  • Max Hünten Haus (Zingst) – ein Zentrum für Fotografie. Ausstellungen und Bücherei in einer inspirierenden Atmosphäre. Man kann Kameras und Objektive ausleihen. Ein Eldorado für Fotograf*innen.
  • Experimentarium (Zingst) – ein Ort für zahlreiche Experimente, Knobel- und Spielereien. Stillen den Wissensdurst jeder Altersklasse. Interaktive Versuchsstationen und Spielplatz mit großem Piratenschiff. 
  • Kunst- und Fotoausstellungen | Fotokunstpfad (Zingst) – großartige Motive. Inspirierende Outdoor Fotoschauen aus verschiedenen Bereichen der Fotografie. Ausstellungen im Ort und am Strand. Das Umweltfotofestival „Horizonte Zingst“, das jährlich stattfindet, lockt tausende Besucher.

  • Historischer Seenot-Rettungsschuppen der DGzRS (Zingst) – kleine Ausstellung zur Seenotrettung gekoppelt mit Gastronomie.

  • Heimatmuseum (Zingst) – ein altes Kapitänshaus mit Anbau. Ein moderner Erlebnisort zur Geschichte und dem Leben der hiesigen Küstenbewohner.

  • Bomingo (Zingst) – Freizeitcenter Zingst. Bowling, Adventure -und Filzbahn-Minigolf.

Schöne Fahrradtouren ab Zingst

  • Zingst – Osterwald – Dreiländereck – Sundische Wiese – Biergarten Schlößchen – Hohe Düne – Pramort – Müggenburg – Zingst; ca. 30 km ohne Steigung

  • Zingst – Surfschule Zingst – Aussichtspunkt am Bodden – Hafen – Zingst; ca. 6 km

  • Zingst – Hafen am Bodden – Aussichtsplattform auf die Kirr – Campingplatz am Freesenbruch – Zingst; ca. 9 km ohne Steigung

  • Zingst – Seebrücke Prerow – Zingst; ca. 17 km ohne Steigung

  • Zingst – Prerow – Darßer Wald – Darßer Leuchtturm – Seebrücke Prerow – Zingst; ca. 30 km ohne Steigung. Verkürzte Option: Bus & Fahrrad (Rad’s Fatz) von Zingst nach Prerow. Start ab Prerow Ortsmitte.

  • Hafen Zingst – mit Fahrrad & Boot – Hafen Barth – mit dem Fahrrad via Meiningenbrücke zurück nach Zingst; ca. 13 km ab Barth

  • Hafen Zingst – mit Fahrrad & Boot – autofreie Insel Hiddensee – mit Fahrrad & Boot zurück nach Zingst (Tagesausflug Gesamtdauer ca. 10 Stunden | ca. 3-4 Stunden Inselaufenthalt mit dem Fahrrad).

Ausflugsziele

  • Darßwald – Waldgebiet und Teil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Ein Mischwald aus Kiefern, Buchen, Erlen und Birken, angrenzend an naturbelassene Strände, wie an den bekannten wilden Weststrand. 

  • Weststrand – der wilde Westen. Teil des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Einer der schönsten Strände Europas. Naturbelassen, mit weißem Sand und türkisblauem Meerwasser. Geziert mit den bekannten Windflüchtern (Kiefern, die durch den Wind schief gewachsen sind). Viel Treibholz und anderes spannendes Strandgut. Den Nationalpark kann man nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Kutsche erreichen. Mit dem Auto kannst du den Parkplatz „Drei Eichen“ zwischen Ahrenshoop und Born am Darß nutzen. Von dort sind es dann nur knapp 2 km bis zum Weststrand und knapp 10 km bis zum Darßer Leuchtturm. Es empfiehlt sich früh morgens aufzubrechen.

  • Leuchtturm Darßer Ort – Leuchtfeuer am nördlichsten Punkt der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Der 35 Meter hohe Turm aus rotem Backstein gehört zu den ältesten Leuchttürmen entlang der Ostseeküste. Mit seinem Licht warnt er die Schiffe. Besichtigung möglich. Im Museumscafé mit Innenhof gibt es eine kleine Auswahl an Speisen & Getränken, sowie Ausstellungen, Souvenirs und Informationsmaterial.

Wandertipp! Rundwanderung (ca. 4 km) um den Leuchtturm, beginnend am Strand (wenn man Richtung Meer schaut nach rechts laufen!).

  • Prerow – Ostseebad neben Zingst, angrenzend an den Darßwald. Weißer, flach abfallender feinsandiger Puderzuckerstrand. Idyllischer Hafen mit Fahrgastschiffen, Strandpromenade mit Seebrücke und vielen Einkehrmöglichkeiten, Buden und Geschäften. Schöne Strandabschnitte, Strandkörbe, Beach Bars, Radwege, Spielplätze, Unterkünfte, Restaurants, Cafés, Museen und kulturelle Angebote. Prerow ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen oder Radtouren durch den urwüchsigen Wald.

  • Barth – Vinetastadt an der Ostseeküste. Liegt idyllisch am Barther Bodden vor Zingst. Laut Sage wird hier, im Barther Bodden, das „Atlantis des Nordens“ vermutet.

  • Rostock – historische Hanse- und Universitätsstadt. Das Hafenzentrum an der Ostsee mit vielen sehenswerten Kunstdenkmälern und historischen Kirchen.
  • Ribnitz-Damgarten – Heimstadt des Bernsteinmuseums und der Ostseeschmuck-Schau-Manufaktur.
  • Ahrenshoop – hier ist die Kunst zuhause. Eine der bekanntesten Künstlerkolonien Deutschlands. Viele Ausstellungen und Künstlerwerkstätten. Man findet hier auch die Steilküste – das „Hohe Ufer“. Dieses erstreckt sich über ca. 3 km von der Wustrower Seebrücke bis zum Ahrenshooper Grenzweg auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst.
  • Stralsund – historisch bedeutende Hansestadt. Völkerkunde- und Meeresmuseum, Marienkirche, Hanse-Dom, Freizeit- und Erholungspark, Ozeaneum, Rügenbrücke, Nicholas Church, Zoo, u.v.m.
  • Insel Hiddensee – autofreie Nachbarinsel von Rügen. Das „süße Ländchen“. Die wohl schönste Ostseeinsel – die Perle der Ostsee.

Weitere Ausflugsziele im Umkreis

(nicht gestestet)

  • Vogelpark (Marlow)
  • Eselhof Klockenhagen (Klockenhagen)
  • Erlebnisreiterhöfe Bernsteinreiter (Barth)
  • Zoo (Rostock)
  • Darßer Gut (Born am Darß)
  • Ozeaneum (Stralsund)
  • Zoo (Stralsund)
  • Natur-Schatzkammer Edelsteinzentrum (Neuheide)
  • Karl’s Erlebnisdorf (Rövershagen | Nähe Rostock)

Für Kinder:

Die langen, flach abfallenden, weitläufigen Sandstrände, der Wind und das Meer bieten sehr viele Möglichkeiten für Groß und Klein. Die Wege sind kurz und die Halbinsel ist flach wie eine Flunder, also ideal für Touren mit dem Kinderwagen, Laufrad, Fahrrad und für lange, leichte Wanderungen in abwechslungsreicher Umgebung.

Beim Schrei und Anblick der Wildgänse, kommt einem auch gerne mal wieder der kleine Nils Holgersson in den Sinn, der mit den Gänsen davon fliegt (allerdings fliegt er natürlich durch Schweden und nicht durch Nordostdeutschland) Egal. Total schön.

Man kann und will hier so viel sammeln. Es gibt so viele schöne Dinge am Strand zu entdecken, die man aufbewahren möchte, mit denen man bauen und dekorieren kann – Strandgut, das Geschichten erzählt und uns Rätsel aufgibt woher es wohl kommt und was es wohl ursprünglich einmal war.

Robben sind uns auch am Strand begegnet. Wir haben viel über sie gelernt und sie mit Freude beobachten können.

Es gibt unendlich viele Ausflugsziele für Familien.

Achtung!

Moin! Ein verbreiteter Gruß, den man zu jeder Tages- und Nachtzeit verwenden kann. So absolut schön verschlafen es in der Nebensaison sein kann, so extrem voll kann es in der Hauptsaison werden: Rush-Hour auf dem Deich, Gedrängel auf den Gehwegen und ohne Reservierung keinen Platz im Restaurant statt einsamen Spaziergängen am Strand, Cappuccino in der ersten Reihe und leeren Seebrücken. Das Urlaubserlebnis ist dann unter Umständen ein komplett anderes. Es ist Kurabgabe/Kurtaxe zu zahlen. Diese dient der Unterstützung der öffentlichen Einrichtungen zu Erholungszwecken. Freie Körperkultur ist hier ebenfalls üblich. Es gibt an den FFK-Stränden (ausgeschildert) keine Strandkörbe. Im gemischten Strandbereich ist Baden und Sonnenbaden mit und ohne Bekleidung erlaubt. Das Betreten der Dünen und Deiche ist verboten, denn Trampelpfade sind gefährliche Angriffsstellen für Wind und Wasser. Betreten und beschädigen der Buhnen ist nicht erlaubt. Man sollte auch immer Abstand zu Buhnen/Wellenbrechern halten da dort unberechenbare Strömungsverhältnisse herrschen, auch wenn kein Wellengang ist. Mehr Meer und Wind machen sehr müde – nicht zu viel vornehmen und es lieber ruhiger angehen. Wohlfühlfaktor: die passende Kleidung und Ausrüstung sind das A und O – nicht nur für die Kinder! Und zwar für Wind, Regen, Sand, Matsch, Wasser, Sonne und Wellnessvergnügen. Die Strände wirken karibisch, die Wassertemperatur kann da allerdings nicht mithalten. Das Meer ist nichts für Frostbeulen. Bei Windempfindlichkeit sollte man immer ein Tuch/Schal in der Tasche haben. Findet man Seehunde oder Kegelrobben, bitte mind. 50 Meter Abstand halten und ggf. das Ordnungsamt/Kurhaus informieren, den Weg zum Wasser nicht versperren, Hunde anleinen.

Summary:

Stresskiller: die Ostsee! Mehr Gedankenlärmabstellen geht wahrscheinlich nicht. Der Zingst ist so herrlich unaufgeregt und einfach schön. Die Landschaft wirkt beruhigend und ist Wellness für die Augen. Für Natur- und Strandliebhaber*innen sowie für Fahrradfahrer*innen ist die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ein kleines Paradies. Ein ideales Familienziel.

Viel Spaß an der Ostsee!

Die Previs

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