FRANKREICH [Provence Roadtrip]

Warum nach Frankreich [mit Kindern]?

Marseille | Calanques | Cassis – Lubéron | Vaucluse | Avignon – Miramas – Camargue – Roquebrune-Cap-Martin | Menton

Impressionskonfetti© 

La République française, Südfrankreich, L’art de vivre, savoir-vivre, Provence, Moules frites und Crème brûlée, Lavendelduft und trockener Rotwein, Duft der Creperien, Schnecken, rosa Flamingos und Baguette unter’m Arm, Bouillabaisse und Bouillon, parlez vous français?, Sümpfe, Salzgärten und überschwemmte Reisfelder, Sanddünen, Maronenstände, mittelalterliche Städte, Bergdörfer und Croissants, Mittelmeerstrände und französische Chansons, raffinierte Küche, uralte Malereien, prunkvolle Schlösser, Lavendel(öl) und verwinkelte Gassen, Boule, Straßenmusiker und Olivenbäume, Café au lait, französischer Soundtrack, Ratatouille und Galette, Crêpes, Calanques, Lubéron, Camargue, Côte d’Azur, Ockerfelsen und Höhlen, Lavendelernte und Bœuf Bourguignon, La Francophonie, provencalische Köstlichkeiten, Charme und Chic, Haute Cuisine und Amour. Lust auf die Provence? Allez-y. On n’y va. Bienvenue en France!

Roadtrip in die Provence

Zweieinhalb Wochen savoir-vivre*. Inland und Küste. Spannung und Entspannung für alle – auf einer Rundreise in der Provence und Übernachtungen in Ferienwohnungen & Pensionen. Anhalten wo und wann auch immer man möchte!! Ah oui!

*Savoir-vivre bedeutet wörtlich: „verstehen, zu leben“. Im Französischen wird savoir-vivre eher im Sinne von „gutem Benehmen“ gebraucht. Wir Deutschen verwenden den Begriff eher im Sinne von „Lebenskunst“ (französisch l’art de vivre)

Bonjour Frankreich, mon Amour!

Mit dosenweise Brotzeit zwischen den Füßen, Kaffee ohne Ende, leicht bepacktem Kofferraum und der Zuversicht, dass bald stets die Sonne scheinen wird, düsen wir gen Frankreich. Pinkelpause in Österreich, nochmal in Zürich, Wickelstopp am Genfer See und Zwischenstopp in Annecy. Dann ab in den Süden. An Berglandschaften, ausgedehnten Wäldern, ruhenden Vulkanen, Sonnenblumenfeldern und Walnussplantagen vorbei, fahren wir immer weiter Richtung Côte d’Azur… wir starten bei 25°C und erreichen Marseille bei 34°C. Oui, ca va!

Impressionant – Provence im Querschnitt

In der multikulturellen Hafenstadt Marseille genießen wir den Rhythmus und die Schönheit dieses Ortes. Die kosmopolitische Stadt nimmt sich Zeit, ist entspannt. Endlich im Hafen. Bonjour Südfrankreich!

Wir wandern zu fjordähnlichen Buchten in dem benachbarten Massif des Calanques, schlemmen Bouillabaisse und genießen traumhafte Sonnenuntergänge über dem Meer, direkt vor dem Bett.

Dann lockt das Landesinnere mit Kultur, Naturphänomenen, Lavendeleis und französischer Hausmannskost, Pinienwäldern, Ockerfelsen, Lavendelfeldern, pittoresken Brücken, Dörfern und Städten. Wohnglück inmitten der Provence und viel (T)Raum für Entspannung und Genuss. Hier siehst du Farben und Lichtspiele, die nicht von diesem Planeten zu sein scheinen. Maler*in müsste man sein!

Noch einen Abstecher in die Schwemmlandebene Camargue – zum wandern und baden. Hier gibt es beeindruckende Salinen, Pferde, Stiere und Flamingos zu bestaunen. Dann zieht es uns wieder gen Osten an die legendäre Küste…

Magical Côte d’Azur

„Leben wie Gott in Frankreich!“ – Finale an der Küste mit eleganten Städten und Menschen mit großen Hüten und Sonnenbrillen, glanzvollen Urlaubsorten und französischem Chic. Faszination und Nostalgie an der Côte d’Azur. Ich unterschreibe folgende Aussage: „Die Schönheit gehört dem, der sie entdeckt.“

Unsere Reiseroute:

Marseille | Calanques | Cassis –- Lubéron | Vaucluse | Avignon –- Miramas | Miramas le Vieux — Naturpark Camargue — Roquebrune-Cap-Martin | Menton

Unsere Tipps!

Allgemein:

Nein, die Franzosen tragen nicht alle Baskenmützen, rote Schals, Matrosenshirts und haben ein Baguette unter’m Arm! Metropolitan-FrankreichFeinschmeckerland, das Hexagon auf der Landkarte, das größte Land der EU, das meistbesuchte Land der Welt, reich an Geschichte, voller Highlights. Hauptstadt Paris, acht Nachbarländer, zwei mächtige Gebirge – die Pyrenäen an der Grenze zu Spanien und die Alpen im Osten. Die natürliche Grenze zu uns ist der Rhein. Bleib nicht nur an einem Ort! Frankreich ist sehr vielseitig, also perfekt für eine Rundreise. Anreise von Deutschland mit dem Flugzeug, Auto oder Zug problemlos möglich. Autobahnen sind mautpflichtig. Das Schienennetz (Schnellzug/regionale Züge zu den wichtigsten Orten) ist sehr gut ausgebaut. Religion spielt im öffentlichen Leben nur eine untergeordnete Rolle – der Staat nennt sich laizistisch (Trennung von Staat & Kirche). Abwechslungsreiche Landschaft. Liegt nicht nur am Mittelmeer, sondern auch am Atlantik. Höchster Berg ist mit 4807m der Mont Blanc. Manche Gebiete außerhalb Europas gehören noch heute zum Land – „Übersee-Frankreich“. Die Urlaubskasse wird ab und zu überstrapaziert, die Preise sind nicht immer moderat. Der öffentliche Verkehr funktioniert gut und ist günstiger als in Deutschland. Bargeld ist wichtiger, Kartenzahlung ist aber meistens auch kein Problem. Im europäischen Vergleich sprechen die Franzosen gut Englisch. Franzosen sind selten unhöflich, es sei denn, du bist es. Die „Trikolore“ (drei Farben) war die erste Nationalflagge der Welt. Ein freundliches Bonjour, Pardon, Excusez-moi und Merci macht die Zeit in Frankreich viel schöner.

Unterkünfte auf der Reiseroute:

Ferienwohnung in der Altstadt, Cabanon* am Meer (!), Apartment am Strand, Bed & Breakfast im Lubéron und ein Ferienhaus in Miramas. Es gibt aber auch zahlreiche, wunderschön gelegene, Campingplätze und Hotels in allen Kategorien von erschwinglich bis vermeintlich unbezahlbar. Zudem sehr viele private Pensionen und Gästezimmer, sogenannte „Chambres d’Hôtes“, meist hochwertige Privatunterkünfte an idyllischen Orten – ideal um Land und Leute kennenzulernen.

*Cabanon ist ein „petite maison de campagne“, also quasi eine „Hütte“/Wochenendhäuschen/-apartment; ein meist minimalistisches Wohnmodul zur Entspannung (l’art de vivre). In Frankreich (vor allem in der Gegend von Marseille) bei den Einheimischen sehr beliebt und geschätzt.

Und wo haben wir geschlafen?

Unterkunft – Marseille [Plage de Bonne Brise]

Cabanon direkt am Strand – mit dem Meer aufwachen und schlafen gehen. Umgeben von orange-rost und kubanisch-blau. An diesem Strand wird Respekt vor Mensch & Natur, Geselligkeit, Toleranz und l’art de vivre großgeschrieben. Dies verleiht dem Ort einen besonderen Zauber. Die Einheimischen nutzen vor allem im Sommer ihre Cabanons am Strand selbst, manche vermieten sie zweitweise an Touristen. Um zu den Cabanons in der Gegend zu kommen, muss man sehr oft einige Treppenstufen in Kauf nehmen, aber auch das macht diesen Ort zu etwas besonderem. Idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Altstadt und in das Massif des Calanques.

Unterkunft – Region Lubéron | Vaucluse | Avignon:

Bed & Breakfast mit Pool und französischer Hausmannskost am Table d’hôtes in dem kleinen Ort Goult. Idealer Ausgangspunkt für Ausflüge und nachfolgende Entspannung. Isabelle kocht fantastisch mit frischen saisonalen Produkten der lokalen Bauern, erzählt viel über die Region und die Gerichte und gibt sehr viele wertvolle Tipps um die Gegend ausgiebig erkunden zu können. So konnten wir sehr viel entdecken, Zeit sparen und die unnötigen Odysseen vermeiden. Am späten Nachmittag sind wir immer müde zurückgekehrt und haben uns am Pool und beim Abendessen entspannt. Ein Sorglospaket für Kinder und Eltern, im Schatten der Pinien und beim Gesang der Zikaden.

Unterkunft – Miramas:

Ferienhaus mit Pool in der Nähe von Miramas-le-Vieux und dem Lagunensee Étang de Berre, ca. 30 Minuten vom Mittelmeer entfernt. Miramas ist ein idealer Ausgangspunkt für viele verschiedene Ausflugsziele: Salon-de-Provence, Aix-en-Provence, Alpilles, Lubéron, Naturpark Camargue, etc.

Unterkunft – Roquebrune-Cap-Martin | Menton:

Maritimes Strandappartment in Roquebrune Cap-Martin fußläufig von Monaco und Menton mit Aussichtsterrasse, traumhaftem Blick auf’s Meer und privatem Strandzugang. Einfach und simply special! Ja, es erfordert einige Stufen bis ins Nest, aber es lohnt sich. Einkäufe mögen wohl durchdacht sein. Idealer Ausgangspunkt für Strandtage, Ausflüge nach Monaco, Menton, Vieux village Roquebrune Cap-Martin, etc.

Essen | Trinken:

  • Bouillabaisse – ein provenzalisches Fischgericht | Fischsuppe. Zwei- bis dreigängiges Gericht aus Fischsuppe und gegartem Fisch / Meeresfrüchten oder als reichhaltiger Eintopf. In einem guten Restaurant sind es 5 Sorten Fisch / 500g Fisch pro Person. Ein Erlebnis! Sehr lecker!

  • Bœuf bourguignon – ein Fleischgericht/Schmortopf aus dem französischen Burgund. Es ist nach seinen beiden Hauptzutaten benannt: Rindfleisch und Burgunderwein.
  • Rôtisserie Brathähnchen – saftiger Ofengenuss a là Provence. Ganzes Hähnchen oder Keulen und Schenkel mit Schalotten, Kräutern und Kartoffeln geschmort. Vom Straßengrill oder Metzger. Sehr, sehr lecker!
  • Coq au Vin (Französisch: „Hahn in Wein“) – klassisches Geflügelgericht und eines der französischen Nationalgerichte – herzerwärmend, vor allem im Winter.
  • Tarte flambée (Flammkuchen) – sehr dünn ausgerollter Boden aus Brotteig mit Belag bestehend aus rohen Zwiebeln, Speck und einer Creme aus Sauerrahm. Yummy!
  • Quiche Lorraine – herzhafter Mürbeteig mit einer würzigen Füllung in runder Tarte-Form gebacken. Dazu einen Salat. Sehr schmackhaft.

  • Moules frites – frische Miesmuscheln in Gemüsesud mit Pommes Frites – ein populäres Gericht. Extrem lecker! 

  • Ratatouille – ein geschmorter Gemüseeintopf der provenzalischen Küche. Klassisches Gericht. Très bon!
  • Socca – ein dünner Teigfladen aus Kichererbsenmehl. Köstlich!

Für 4 Personen
200g Kichererbsenmehl, 1 TL Salz, 5 EL Olivenöl und 500 ml Wasser zu einer homogenen Masse verrühren und zehn Minuten ruhen lassen. Pfanne erhitzen und Öl hinzugeben. Mit der Schöpfkelle so viel Teig in die Pfanne geben bis der Boden vollständig, aber dünn, bedeckt ist. Die erste Seite etwa 2 Minuten bei mittlerer Hitze braten bis sie goldbraun ist und dann wenden. Noch heiß servieren!

  • Soupe a l’oignon (Zwiebelsuppe) – eine Gemüsesuppe mit gedünsteten Zwiebeln als Hauptzutat. Auf der Suppe liegen ein bis zwei Scheiben Baguette und Käse (gratiniert). Soulfood!

Für 4 Personen:
Zwei Gemüsezwiebeln in dünne Scheiben schneiden. 40g Butter in einem Topf zerlassen und die Zwiebeln ganz weich dünsten (glasig, nicht farbig). 1 EL Mehl über die Zwiebeln stäuben und kurz rösten. Mit etwa 100 ml Weißwein ablöschen und einkochen lassen. 1.250 ml Rinderfond dazugeben. 2-3 Stiele Thymian und 1 Lorbeerblatt hinzufügen und zugedeckt 15-20 Minuten köcheln lassen. Käse grob reiben. Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken und in vier Suppenschalen füllen. Je 2 Scheiben Baguette auf die Suppe legen und mit etwa 50 g Käse (zum Beispiel Gruyère) bestreuen. Unter dem Backofengrill goldbraun gratinieren und sofort servieren.

  • Fleur de Sel – Gros Sel – grobes Meersalz. Die Salzkristalle werden ungemahlen mit der Hand über das zubereitete Gericht verteilt. Schmeckt wie ein knuspriges Gewürz, zum Beispiel auf einem Fischfilet oder einem guten Steak.
  • Escargots – gegarte Schnecken mit gewürzter Butter und Brot. Schnecken schmecken!
  • Galette –  Buchweizenpfannkuchen, der mit Käse, einem Ei, Wurst, gegrillten Sardinen usw. garniert ist.

  • Crêpes – sehr dünner „Pfannkuchen“, der traditionell auf einer runden, gusseisernen Platte gebacken wird, der sogenannten Crêpière. 

  • Crème brûlée – eine Süßspeise aus Eigelb, Sahne und Zucker, die als Dessert serviert wird. Sie wird mit Vanille, Zimt, Orangen-/Zitronenschale, Ingwer oder Mandelmilch aromatisiert. Das Besondere an der Creme ist die Karamellkruste. Ein Traumnachtisch!

Für 4 Personen:
150ml Milch, 80g Zucker, 300g Sahne und 4 Eigelb mit dem Schneebesen verrühren. Eine Vanilleschote aufschneiden und das Mark mit der Messer herausholen und in die Mischung rühren – die Vanilleschote auch hinzufügen. Zugedeckt mindestens 1-2 Stunden kalt stellen. Danach durch ein feines Sieb gießen. 4 ofenfeste Schälchen (150-200ml) in eine Auflaufform stellen und die Vanillesahne hinein gießen. Auflaufform auf den Gitterrost des heißen Backofens (Umluft 125 °C) stellen und so viel heißes Wasser in die Auflaufform gießen bis die Schälchen fast komplett im Wasser stehen. Crème ca. 60 Minuten stocken lassen. Dann 3-4 Stunden kalt stellen. Jede Crème brûlée mit 1-2 TL Zucker bestreuen und unter dem Grill oder mit dem Gasbrenner karamellisieren. Bon Appetit!

  • Croissant – ein Hörnchen, ein französisches Gebäck aus einem leicht gesüßten Hefeteig, der mit wenigen Schichten Ziehfett touriert wird. Wer kennt es nicht. Am besten noch warm genießen!

  • Leckereien an jeder Ecke

Restaurantempfehlung auf unserer Reiseroute:

  • Les Goudes | Marseille: Le Grand Bar des Goudes – tolles Restaurant direkt am Meer. Familiäres Ambiente, fantastische Gerichte, perfekter Service, das Erlebnis jeden Cent wert – wir haben außergewöhnlich gegessen! Der perfekte Spot wenn man die originale Bouillabaisse (bestehend aus drei Gängen!!) genießen möchte.

Orte | Sehenswürdigkeiten – Marseille:

Marseille, eine charismatische Hafenstadt in Südfrankreich. Absolut l(i)ebenswert! Französisch, arabisch, modern und hochglanzpoliert, schmuddelig und roh, Naturparadies und Metropole. Ein Zentrum für Einwanderung und Handel. Kosmopolitisch, rhythmisch und multikulturell. Die Schönheit hat sich längst rumgesprochen, Marseille ist sehr angesagt. Der Deckel der Muschel verspricht Geld, die Bauwerke und Streetart sind umwerfend, ungefähr 90% der Einwohner haben Migrationshintergrund und hier wurde die leckere Bouillabaisse erfunden – ein Resteessen aus allen Fischen, die früher halt so ins Netz gingen. Pulsierend und trotzdem so wunderbar entspannt. Die Stadt hat mich!

Musiktipp! Watcha Clan – eine Band aus Marseille mit Songtexten auf Arabisch, Hebräisch, Spanisch, Jiddisch, Tuareg, Französisch und Englisch. Die Band mischt Einflüsse aus Reggae, Dub, Electronica und Jungle. Sista K. (Karin) sei die Stimme von Marseille, sagt man…

  • Basilika Notre-Dame de la Garde – bekannteste Sehenswürdigkeit in Marseille mit traumhaftem Blick auf die Stadt, das bergige Hinterland und das Meer. Eine Marien-Wallfahrtskirche. Sie steht auf einer Anhöhe und ist ein sichtbares Wahrzeichen der Stadt.
  • Vieux Port (der alte Hafen) – das Herz der Stadt. Fischer verkaufen hier ihren Fang direkt an der Anlegestelle. Beliebter Anlaufpunkt für Touristen und Einheimische. Rund um den Vieux Port gibt es jede Menge Restaurants, Cafés und Souvenirläden. Vor Anker liegen heute keine Handelsschiffe mit exotischen Waren mehr, sondern private Yachten und Boote. Das Ambiente ist einzigartig. Der Blick auf das Meer, die umliegenden Gebäude, die vielen Boote und die Notre-Dame de la Garde ist fantastisch.

  • Kathedrale von Marseille – weiß-grau-gestreifte Kirche direkt am Meer, nur wenige Meter vom Hafen.

  • Altstadtviertel Le Panier – ein magischer Ort, der älteste Teil der Stadt und der Ursprung Marseilles. Auf dem Hügel hinter dem Vieux-Port. Das Viertel ist gleich stark geprägt von Armut und Avantgarde, Kunstschaffenden und Leuten aus aller Welt. Beeindruckende Streetart, viele Restaurants, kreative Boutiquen und Souvenirshops. Die Wiege von Marseille, authentisch und charmant. Mein persönliches Highlight.

  • Mucem – modernes Wahrzeichen der Stadt. Ein Museum, das sich auf die Zivilisation Europas und des Mittelmeers spezialisiert hat.

  • Fort Saint Jean – alte, schwer beeindruckende Festung, die seit Jahrhunderten jedes Schiff im Hafen begrüßt. Sie ist durch zwei Fußgängerbrücken mit dem historischen Viertel „Le Panier“ und dem Mucem verbunden. Man hat eine herrliche Aussicht auf das Meer, den Hafen und die Stadt. Ein unverkennbares Postkartenmotiv.

  • Palais Longchamp – Palast aus dem 19. Jahrhundert am Ende des Boulevard Longchamp welcher an den zoologischen Garten grenzt.
  • Noailles – das arabische Viertel. Zwischen dem Cours Julien und dem alten Hafen liegt das berühmte arabische Viertel.
  • Cours Julien – ein Platz im Herzen der Stadt umgeben von Bars, Cafés und Restaurants und Streetart. Das Berlin von Marseille! Hip, kreativ und Treffpunkt für Künstler und Kreative.
  • Komplex Cité Radieuse von Le Corbusier (Baujahr 1942-1952) – modernes Wahrzeichen der Stadt. Eine Wohneinheit als Dorf, ultramodern zur damaligen Zeit. Wohngebäude aus Beton mit farblichen Akzenten, Schule, Schwimmbad, Geschäften sowie einem Zentrum für zeitgenössische Kunst.
  • Tour CMA CGM von Zaha Hadid – ein Hochhaus, das höchste Gebäude der Stadt, das im Zuge des Stadterneuerungsprojekts Euroméditerranée errichtet wurde.

Orte | Sehenswürdigkeiten – Massif des Calanques:

Die Calanques, fjordähnliche Buchten im Kalkgestein des Mittelmeers, sind eine der größten Touristenattraktionen Südfrankreichs. Malerische Felsklippen und spannende Wanderwege zwischen Marseille und Cassis.

  • Calanques Nationalpark – Naturschutzgebiet anschließend an Marseille. Ein Paradies für Naturliebhaber – wandern, schwimmen, entdecken. Traumhafte Buchten in allen Größen und hohe Kalksteinfelsen an der Küste. Es gibt zahlreiche Wanderwege, die entlang der Küste von einer Bucht zur nächsten führen. Wir haben uns mittags mit einer Bouillabaisse gestärkt uns sind dann ab dem Ort Calanques de Callelongue gestartet. Bay Hopping zu Fuß! Fröhliche Wanderer und einsame Badebuchten, paradiesische Aussichtspunkte und immer eine angenehme Brise im Gesicht.

Weiteres Ausflugsziel in der Nähe: Cassis

Cassis ist ein charmantes Fischerstädtchen. Über dem Ort thront ein jahrhundertealtes Château. Der Ort ist bekannt für seine Kieselstrände und die schmalen, von steilen Kalksteinklippen umgebenen Meeresarme – die Calanques (siehe oben). Am Hafen gibt es pastellfarbene Gebäude, Straßencafés, Restaurants und Panoramablick aufs Meer. Die regionalen Weingüter sind für die Produktion des sehr guten Weißweins ‚Cassis‘ berühmt. Achtung! Sehr beliebt als Tagesausflugsziel somit ist unter Umständen viel los.

Orte | Sehenswürdigkeiten – Region Luberon | Vaucluse | Avignon

  • Luberon – Gebirgskette von Kalksteinfelsen südöstlich von Avignon (Petit Luberon und Grand Luberon). Höchster Berg ist der Mourre Nègre.
  • Vaucluse – Département benannt nach einer Quelle. Man findet hier eine große Vielfalt an Natur und Kultur. Lavendelfelder, malerische, pittoreske Dörfer, historische Städte, provenzalische Märkte, Wein, Oliven, Trüffel und einmalig schöne Naturschauspiele. 

  • Apt (Vaucluse) – hübsches Städtchen zwischen dem Plateau von Vaucluse und dem Gebirgszug des Luberon. Guter Ausgangspunkt für Ausflüge in bekannte Bergdörfer und den provenzalischen Colorado.

  • Bonnieux (Vaucluse) – am Nordhang des Luberon auf einem steilen Bergkegel.

  • Lourmarin & Château Lourmarin (Renaissanceschloss) – die Gemeinde ist als eines der Plus beaux villages de France (die schönsten Dörfer Frankreichs) klassifiziert. Es gibt Bars, Brasserien und Cafés, Geschäfte und Kunstgalerien. Hier kann man sich in das bunte Treiben der Einheimischen und Touristen mischen. Das Schloss kann zeitweise besichtigt werden. Auch als kleiner Zwischenstopp geeignet. Parken kann man problemlos auf der Wiese unterhalb des Château.

  • Ockerfelsen von Rustrel (Vaucluse) – der Provenzalische Colorado oder der amerikanische Westen in Frankreich. Anziehungspunkt für Touristen, aber die Steinbrüche liefern noch immer Pigmente für begehrte Erdfarben für Künstler aus der ganzen Welt. Intensive Rot-/Braun- und Gelbtöne. Tolle Wanderung(en) / zwei markierte Fußwege „Chemin de fées“ – absolut sehenswert. Vor allem bei Sonnenschein sind die Farben sehr intensiv! Eintritt frei. Parken kostenpflichtig.

  • Roussillon (Vaucluse)- das bekannte Ockerdorf auf der Hügelkuppe. Malerische Gassen und mit Pigmentfarben gestrichene Häuser. Pittoreskes Ambiente. Kleine Lädchen, Ateliers und Restaurants. Roussillon ist eines der schönsten Dörfer (plus beaux Villages) der Provence. Viele Aussichtspunkte. Wanderung in den Ockerbrüchen möglich: Le Sentier des Ocres. Im Südosten des Dorfzentrums gibt es zwei Wanderrouten (30 bis 60 Minuten Gehzeit). Sie führen als Lehrpfad durch die Ockerfelsen, die ehemaligen Ockersteinbrüche, und durch die von Erosion gebildeten Landschaften. Hinweistafeln erklären die Entstehung der Landschaft. Festes Schuhwerk ist sinnvoll. Achtung! Ockerstaub! Weiße Hosen und helle Schuhe können durch das Ockerpigment ziemlich verfärbt werden! Bevorzugt bei Sonne wandern da die Farben intensiver leuchten. Im Sommer sind die Pfade manchmal wegen Brandgefahr geschlossen.

  • Mines Bruoux (Gargas/Vaucluse) – Steinbrüche und Klippen mit intensiven Farben und einem riesigen unterirdischen Labyrinth. Die Verschmelzung von menschlicher Arbeit mit der natürlichen Schönheit der Landschaft. Achtung! Nur mit Reservierung und Führung (ca. 1 Stunde). Es lohnt sich!

  • Gordes (Vaucluse) – das charmante Dorf mit seinem Schloss, dem Château de Gordes, zählt zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Es thront über dem Tal gegenüber dem Luberon-Gebirge. Traumhafter Blick auf die umliegende Gegend, verwinkelte Gassen, Treppchen, Gewölbe und Kunsthandwerksläden.

  • Avignon (Vaucluse) – hübsche pulsierende Stadt reich an Geschichte und Gebäuden. Ein Volkslied machte sie berühmt. Bekannt aber vor allem durch den Papstpalast aus dem 14. Jahrhundert und die Brücke St. Bénézet (beides UNESCO Weltkulturerbe). Eine imposante, mit Türmen besetzte, Stadtmauer umgibt die Stadt. Dahinter verbirgt sich eine charmante Kleinstadt mit schönen Häusern und Plätzen. Throwback ins Mittelalter, was für eine Stadt! Nicht mehr Rom, sondern Avignon regierte ab 1309 die Glaubenswelt. Sieben Päpste und zwei Gegenpäpste residierten in der Stadt. Ein Tagesausflug ist knapp, aber machbar. Tipp! Auf jeden Fall das Auto etwa außerhalb parken und mit dem kostenlosen Shuttle in die Stadt fahren.

  • Altstadt von Avignon – Stadtkern mit prächtigen und mittelalterlichen Häusern gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

  • Mittelalterliche Stadtmauer (Avignon) – knapp 5 km langer Mauerring, der die historische Altstadt von Avignon umgibt. Von 39 Türmen und sieben Haupttoren flankiert und gilt als eine der besterhaltenen Anlagen ihrer Art in Europa.

  • Palais des Papes & päpstliche Gärten (Avignon)- Papstpalast zu Avignon war zwischen 1335 und 1430 die Residenz verschiedener Päpste und Gegenpäpste und ist Weltkulturerbe. Eines der größten und wichtigsten mittelalterlichen gotischen Gebäude in Europa. Symbol der Verbreitung der Kirche im christlichen Abendland. Tickets am besten vorab reservieren. Kinder können mit einem Tablet virtuell in die Vergangenheit des Palastes eintauchen und Münzen in den Räumen sammeln > HISTOPAD IM PAPSTPALAST: immersive Digitalbesichtigung und Zeitreise, bei der Unsichtbares sichtbar wird!

  • Musée du Petit Palais (Avignon) – Museum mit Gemälden und Skulpturen aus dem Mittelalter und der Renaissance.
  • Kathedrale Notre-Dame des Doms d’Avignon (Avignon) – romanische Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert auf einem Felssporn – dem Rocher des Doms – oberhalb des Palais des Papes.

  • Pont Saint-Bénézet (Avignon) – die berühmte Brücke von Avignon. Getanzt wurde auf der Brücke zwar nie, denn dies tat man eher auf der großen Flussinsel Île de la Barthélasse (hier befand sich das Vergnügungsviertel), aber durch das Volkslied wurde sie weltberühmt. Ohrwurm bekannt? „Sur le pont d’Avignon…“

  • „Sur le pont d’Avignon, on y danse…“„Auf der Brück’ von Avignon. Lasst uns tanzen, lasst uns tanzen.  Auf der Brück’ von Avignon lasst uns tanzen rundherum.“ – weltberühmtes Volkslied/Kinderlied. Die heutige Version stammt aus dem 19. Jahrhundert, soll aber auf ein Lied aus dem 16. Jahrhundert zurückgehen.

Weiteres Ausflugsziel in der Nähe: Pont du Gard

  • Pont du Gard (Gard) – eine Bogenbrücke, ein römisches Aquädukt von seltener Schönheit und eines der am besten erhaltenen römischen Bauwerke in ganz Europa. Liegt nicht mehr in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, sondern im Département Gard (ca. 20 km von Avignon entfernt. Touristisch gesehen zählt die Gegend noch zur Provence. Ein tolles Ausflugsziel. Tipp! Badesachen mitnehmen und einen ganzen Tag einplanen und im Gard(on) zum Schwimmen oder Kajakfahren gehen. Wir sind erst spät am Tag angekommen und hatten somit leider nicht mehr so viel Zeit für diese wunderbare Gegend um die Pond du Gard. Parkplatz und Eintritt gebührenpflichtig. Bleibt man den ganzen Tag, ist der Preis ok.

Orte | Sehenswürdigkeiten – Miramas-le-Vieux & die Camargue:

  • Miramas (Bouches-du-Rhône) – Kleinstadt, ein paar Kilometer vom alten Dorf Miramas-le-Vieux entfernt. Sie liegt nördlich des Étang de Berre, ca. 60 km von Marseille entfernt. Die Lage von Miramas ist sehr gut. Das Städtchen ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten der Riviera, der Provence und Südfrankreichs. 
  • Miramas-le-Vieux (Bouches-du-Rhône) – sehr hübsches Bergdorf mit mittelalterlichem Ambiente, Denkmälern, ein paar Restaurants, Aussichtspunkten und sehr leckerem Eis.

  • Étang de Berre – großer Binnensee/Meeresbucht am Ortsrand von Miramas mit einem Salzwassermoor. Durch einen Kanal bei Martigues mit dem Mittelmeer verbunden. Hier kann man Schwimmen, Segeln, Surfen, Jetski fahren oder Rudern. Interessante Städte wie Martigues oder Istres laden zum Bummeln ein.

  • Camargue – Schwemmlandebene (Marschland) , flacher Landstrich mit karger Pflanzenwelt, vielen Seen und Tieren. Sumpf- uns Seelandschaft. Schwarz, weiß und rosarot. Urwüchsige Sümpfe, riesige Salzgärten, überschwemmte Reisfelder, urbares Weideland und weitläufige Sanddünen. Außergewöhnlich und ein Paradies für Vögel. Das Wahrzeichen der Camargue ist der Flamingo, die weißen Pferde und die schwarzen Stiere. Alle findet man auch in freier Wildbahn. Es gibt tolle Wandermöglichkeiten und wunderbare Strände. Ein Reiseführer empfiehlt sich. Es ist möglich, die Camargue als Ausflugsziel sowohl als auch als Urlaubsziel zu nutzen. Wir haben zwei Tagesausflüge gemacht. Einmal eine Wanderung mit Finale am Strand und einmal ein Ausflug zu den Salinen mit Ausklingen am Kap.

  • Salt Pan Observation Mound (Salin de Giraud) – Aussichtspunkt über die Salinen. Beeindruckende Farbspiele der Natur. Salz ist das weiße Gold der Camargue.

  • Plage de Piémanson – ein wunderbarer breiter Sandstrand in der Camargue. Man kann direkt auf dem Strand parken. Auf der Fahrt dorthin kann man links und rechts unendlich viele Flamingos und andere Vögel beobachten. Der Strand und der Weg dorthin ist einen Ausflug wert.

Tipp! Für die Provence empfiehlt sich ein Wanderreiseführer (mit Kindern). Hier findet man tolle Touren für die ganze Familie. Viele reguläre Reiseführer berichten zu oberflächlich über die Gegend und man findet nur schwer geeignete Wanderstrecken/Rundwege.

Von Nizza nach Menton – auf der berühmtesten Küstenstraße der Côte d’Azur

Die Grande Corniche ist mit spektakulärer Aussicht und berühmten Kurven seit dem Filmklassiker „Über den Dächern von Nizza“ mit Grace Kelly und Cary Grant weltberühmt. Man fährt durch die Orte Villefranche-sur-Mer, Èze, Cap d’Ail, Monaco, La Turbie und Roquebrune Cap-Martin. Die Panoramastraße war auch schon Schauplatz für die Verfolgungsjagd im James Bond Film „Golden Eye“.

Tipp! Picknick auf einer Straßenmauer mit Aussicht auf Monaco und das Meer! Wir haben uns leckeres Hähnchen und Gemüse besorgt und mit Decke und Servietten den Ausblick genossen. Wunderbar.

Orte | Sehenswürdigkeiten – Roquebrune-Cap-Martin | Menton – Côte d’Azur

  • Roquebrune-Cap-Martin (Côte d’Azur) – eine Gemeinde zwischen Menton und Monaco, einer der Juwelen der Riviera. Ein angenehm unaufgeregter Badeort – und das sogar im Hochsommer. Der Ort ist auch sehr gut mit dem Zug zu erreichen.

  • Golfe Bleue (Pointe de Cabbé) – familiärer Steinstrand und Gleitschirmlandeplatz (Textil und FKK). Unser charismatischer Hausstrand für ein paar Tage. Von hier aus kann man auch wunderbar einfach und schön zum Cap-Martin als auch nach Monaco wandern. Achtung! Keine Gastronomie.

  • Plage de Rocher (Roquebrune Cap Martin) – kleiner Steinstrand am Wanderweg zwischen dem Golfe Bleue und Monaco.

  • Plage du Buse (Roquebrune Cap Martin) – familiärer Kiesstrand mit kleinem Restaurant Le Cabanon. Liegt auf dem Wanderweg zwischen dem Golf Bleue und dem Cap-Martin bzw. nahe dem Cap Moderne (Museum).

  • Cap Moderne – ein außergewöhnliches Kultur- und Naturdenkmal (Museum). Dies besteht aus der Villa E-1027 von Eileen Gray aus den 1920er Jahren, dem Cabanon und den Ferienhäusern von Le Corbusier sowie dem Bar-Restaurant Etoile de Mer. Achtung! Reservierung erforderlich! Sehr beeindruckend. Spannende Erzählungen.

  • Vieux village Roquebrune-Cap-Martin – altes beschauliches Dorf weit oben am Berg mit herrlichem Ausblick über die Küste bis Monaco. Hier thront auch das alte Château, die Burg Roquebrune, umgeben von Treppen und Gassen, Kunsthandwerkern und kleinen Restaurants. Hier steht auch der Olivier millénaire (tausendjähriger Olivenbaum) – man sagt einer der ältesten Ölbäume der Welt. Zudem gibt es noch eine mehrfach umgebaute Kirche aus dem 12. Jahrhundert zu bestaunen.

  • Parc Du Cap Martin – sehr schöner Park auf dem Kap mit alten Olivenbäumen, Skulpturen, Spielplatz, Sportanlagen, etc. Achtung! Hunde verboten
  • Menton (Côte d’Azur) – die „Zitronenstadt“ direkt am Meer – mit einem Bein in Frankreich, mit dem anderen in Italien. Das Klima ist so mild, dass hier Zitronenbäume wachsen. Jedes Jahr gibt es das große Zitronenfest. Eine wunderschöne, friedliche aber lebhafte Stadt mit viel Kunst, Geschichte, Kultur und großem Reiz. Perfekt für Strand- und Aktivurlauber. Die Stadt selbst ist eine Sehenswürdigkeit. Verwinkelte Gassen, antike Gebäude, beeindruckende Gärten, pastellfarbene Häuserfassaden, Zitronenhaine, subtropische Pflanzen, Parks und Strände. Idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Berge, nach Roquebrune Cap-Martin, Monaco und Italien.

  • Jardin Botanique Val Rameh (Menton) – Botanischer Garten, öffentlich zugänglicher Park. 
  • Jardin du Palais Carnolès (Menton)- die älteste Gartenanlage der Stadt. Hier findet man zahlreiche Zitrusbäume, Skulpturen und bunte Pflanzen. Allerdings gibt es noch viele weitere Jardins (Gärten) mit bezaubernden Pflanzensammlungen und Keramiken.
  • Promenade du Soleil (Menton) – die Uferpromenade/Flaniermeile am Meer, von der Sonne geküsst. Die Promenade führt an einem wunderschönen Strand entlang.
  • Kathedrale Saint-Michel (Menton) – eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, erbaut in Jahr 1675. Auf dem Vorplatz ist ein buntes Mosaik zu finden, das Wappen der Dynastie Grimaldi.
  • Statue „Ulysse“ (Menton) – Statue des Helden Odysseus aus der griechischen Mythologie (Baujahr 2004).
  • Kunstmuseum | Prähistorisches Museum | Gemäldegalerien (Menton)
  • Cimetière du vieux Château (Menton) – Friedhof mit schönen alten Grabanlagen und einem atemberaubenden Blick auf das Meer. Nicht unbedingt etwas, woran man während des Urlaubs denkt, aber es lohnt sich bei diesem Friedhof vorbeizuschauen. Der Weg nach oben ist ebenfalls spannend.

  • Sentier littoral – Küstenweg an der Côte d’Azur. Ein schmaler Pfad, der früher von den Zöllnern genutzt wurde um Piratenangriffe/Schmuggel zu verhindern (insgesamt ca. 200 km).

Tipp! Wandern oder Spazieren auf dem gut begehbaren Küstenweg sentier littoral. Der Abschnitt von Menton über Roquebrune Cap-Martin in Richtung Monaco nennt sich Sentier des douaniers bzw. ein Teil davon Promenade le Corbusier. Es erwarten dich duftende Pinien, weiße Klippen, alte Villen (u.a. die Villa Carpris ehemals im Besitz von Kaiserin Eugenia) und Gärten, Strände, Felsen und ganz viele kleine Treppen, die direkt ins Meer führen. Insgesamt sind es ca. 15 km immer mit Blick auf das azurblaue Mittelmeer. Den Rückweg kann man alternativ auch mit dem Bus oder Zug fahren.

Von magnifique Menton dann über Bella Italia wieder zurück ins grüne Allgäu…

Au revoir!

Für Kinder:

Frankreich ist ein großartiges Reiseziel für Familien. Die Franzosen sind sehr liebevoll, geduldig und aufgeschlossen. Kinder sind gern gesehen. Unterhaltung: zahlreiche Strände mit Naturspielzeug, spannende Wanderungen und Stadtbesichtigungen, Lagunen, Salzwiesen, Ockerfelsen, Höhlen, Sand, Steine, Muscheln, Vulkane, Berge, Flamingos, Stiere, Pferde, Canyons, …. Kinderherz was brauchst du noch? Ein Eis, ein Crêpe, eine Limonade, riesige Muscheln? Ist alles zu haben! In Restaurants wird meistens ein Kids Menü angeboten (Aperitif – Hauptspeise – Nachtisch). Sehr praktisch, fair und begehrt. Für Wanderungen empfiehlt sich ein Wanderführer.

Tipp! Wir waren zum Beispiel mit folgendem Buch unterwegs und waren sehr zufrieden mit Inhalt und Aufbau: Provence mit Kindern: 40 Wander- und Entdeckertouren zwischen Gebirge und Meer (Naturzeit mit Kindern) von Regina Stockmann.

Achtung!

Südfrankreich ist kein günstiges Reiseziel, jedoch von extravaganter Eleganz. Man sollte aber lieber ein wenig mehr bezahlen und bekommt dafür deutlich mehr Qualität im Verhältnis! Man benötigt eine Umweltplakette für fast ganz Frankreich (online bestellbar). Eis muss sein, aber hausgemachtes Eis kostet! Eine Kugel liegt zwischen 2 und 4 Euro, nimmt man aber mehr als eine „Boule“ sinkt der Preis für die weitere(n) Kugel(n). Die Uhr: während es im Winter keinen Zeitunterschied zur mitteleuropäischen Zeit gibt, ist die Zeit im Sommer eine Stunde hinter unserer Zeit. Die Autobahnen sind überwiegend gebührenpflichtig. Reservierungen in guten Restaurants sind fast immer erforderlich! Obst und Gemüse im Supermarkt ist meistens teurer als auf den Märkten. Teile der Nationalparks werden im Sommer an Nachmittagen manchmal wegen Feuergefahr geschlossen. Also: der frühe Vogel…! Streng genommen musst du in Frankreich immer einen Ausweis dabei haben. Demonstrationen: Streiks und Demos gehören zu Frankreich wie der Wein. Jung und Alt rauchen (noch) viel. Freikörperkultur (Naturisme) ist nicht ungewöhnlich. Die Strände in Südfrankreich können im Sommer rappelvoll werden. Franzosen lieben ihre eigene Sprache deshalb wird Englisch nicht ganz so viel Beachtung geschenkt. Nicht zu viel Spielzeug, aber viele Hörspiele einpacken – die Reduzierung führt zu den kreativsten Ideen.

Summary:

Ein Land für (Natur)liebende, Feinschmecker und Abenteuersuchende – ideal für Familienreisen, verliebte Herzchen und entschleunigte Romantiker. Frankreich ist ein buntes, vielseitiges und vor allem wunderschönes Fleckchen Erde mit vielen Naturschauplätzen. Die Franzosen sind sehr lebensbejahend und liebenswürdig, so macht der Urlaub natürlich noch mehr Freude. Nein, das Klischee, dass Franzosen nicht sehr gastfreundlich seien, können wir definitiv nicht bestätigen – im Gegenteil. Die Kunst zu Leben ist den Franzosen ins Herz geschrieben und da kann man sich auch mal gut etwas abgucken.

Straffer Terminkalender? Kurze Wege sind ein großer Vorteil – auch kürzere Roadtrips sind in Frankreich gut umsetzbar. Viele schöne Ecken von unvergesslicher Schönheit, quer durch’s Land.

To-Do: Crêpe auf die Hand, Boule spielen, Seifen kaufen, Chansons anhören, Muscheln sammeln, die französische Küche mal so richtig kennenlernen und verschiedene Unterkünfte ausprobieren, ein Schloss besichtigen und Lavendel schnuppern, in der glitzernden Côte d’Azur baden und den Zikaden lauschen… alles mit einer großen Portion Gelassenheit und Neugierde.

Wir kommen definitiv wieder, uns hat es nämlich sehr, sehr gut gefallen! Als wir dort waren, haben wir oft schon von den nächsten Frankreichreisen geträumt. Man will an jedem einzelnen Ort eigentlich noch viel länger bleiben.

Und ich liebe diesen Rückblick hier. Sich nochmal ganz bewusst machen, was man auf einer bestimmten Reise erlebt und bewegt hat, welche Erinnerungen bleiben und welche gehen dürfen. Südfrankreich habe ich ins Herz geschlossen.

Nous allons y retourner – und du, Reiselust?

Viel Spaß in Südfrankreich!

Die Previs

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