GRIECHENLAND [Insel Rhodos] – Travel Guide

Warum nach Rhodos?

Impressionskonfetti© 

Kaliméra, Kalispéra und Kieselsteine. Hellas, Wassermelonenfelder und Olivenbäume, Zypressen und Gyros, Tzatziki, Sirtaki, Jamas und Tintenfisch, Kichererbsen und Sonnenbrand, griechischer Wein und Kunsthandwerk, Ritter und Ruinen, Esel, Olivenöl und Joghurt, Kloster und Akropolis, griechische Götter und Trauben, Schutzpatron, blau-weiß und brütend heiß, Wiege der westlichen Zivilisation, Orangensaft frisch gepresst und Ouzo auf’s Haus, Antike und Lost Places, schwarze Oliven und Feta, Kirche & Moschee, volle und einsame Strände, Honig und Meersalz, Sonne satt, Ruinen und Bauwerke, Strände und Buchten, Ausgrabungen und Schmetterlinge. Klingt gut? Jásou und καλώς ορίσατε – herzlich Willkommen in Griechenland!

Sommer ohne Alltagsverlagerung an den Urlaubsort

Roadtrip & Hotelaufenthalte statt FeWo – viel erleben, wenig tun. Endlich mal keine Krümel wegkehren, keine Ameisenstraßen auf der Terrasse umleiten, keine Handtücher waschen und kein Streit wegen Sandfüßen im Bett. Zimmer aufräumen? Nö, wer im Handgepäckkoffer wenig mitnimmt, der kann auch nicht viel rumliegen lassen. Pixi-Bücher, Kartenspiele, Taucherbrillen und Schnorchel sind völlig ausreichend. Nicht kochen, nicht aufräumen und keine tägliche Grundnahrungsmitteleinkaufschlepperei. Dafür: ganz viel Zeit für sich und die Familie. Die einzige Aufgabe: an welchem Tag gehen wir um wieviel Uhr wohin und wer wünscht sich für morgen was?! Keine Alltagsverlagerung, aber ganz viel Entspannung für alle. Yoga statt Nudelsuppe kochen, Schwimmen statt Küche aufräumen, lange Ausflüge statt große Supermarktaufenthalte, Strandliege statt Waschkeller. Das geht mit Kindern eigentlich nur im Hotel, oder?

Touristenpfade – abseits und mittendrin

Die Sonneninsel Rhodos ist definitiv kein Geheimtipp. Auf der Insel tummeln sich viele Urlauber, die häufig mehr an der heißen Sonne als an der schönen Insel interessiert sind. Jedoch gibt es auch einige Individualtourist:innen/Hotelgäst:innen, die großes Interesse an Rhodos, der Kultur und Geschichte haben. Natürlich findet man die die Top 5, Top 10, usw. auf sämtlichen Reiseblogs und Portalen. Es gibt aber auch wunderbare Orte auf Rhodos, die nur selten erwähnt werden. Diese haben unseren Urlaub, unter anderem, ganz besonders gemacht. Die klassischen Highlights sollte man aber auf keinen Fall auslassen, nur die Rushhour umgehen…

Griechenland, das Land der Philosophen, der großen Denker, der Demokratie, der Olympischen Spiele und die Herkunft von Sirtaki und Zaziki, Tzatziki und Tsatsiki. Viele Sonnenstunden, kilometerlange Sandstrände, Felsenküsten, mächtige Bergmassive, ursprüngliche Dörfer, belebte Küstenorte, Johanniterburgen, Klöster, Oliven- und Zitronenhaine. Rhodos ist meist sonnig und wolkenlos – teils überlaufen im Osten, eher ruhiger im Westen und absolut chillig im Süden. Leute, Kultur, Strände und Essen – da gibt es nix zu meckern, bis auf manche unentspannte Menschen, die das Haar in der Suppe suchen und auf jeden Fall finden. Wie überall auf der Welt.

Unsere Tipps!

Allgemein

Sonne satt, deshalb ist Rhodos auch in den kühleren Monaten ein beliebtes Reiseziel. Es lohnt sich ein Auto zu mieten – eindeutig der beste Weg um die größte der Dodekanes-Inseln zu entdecken. Rhodos erreichst du am besten per Direktflug von Deutschland (ca. 3 Stunden Flug). Die Insel eignet sich aber auch als Ausgangspunkt eines Inselhoppings, denn die Dodekanes-Inseln sind mit Fähren verbunden. Mit einer Fläche von insgesamt 1.400 km² ist Rhodos die viertgröße Insel Griechenlands und liegt näher an der Türkei als am griechischen Festland. Zwei Meere umspülen die Küsten – das ruhigere Mittelmeer und die rauere Ägäis umschließen Rhodos und treffen sich an der Nord- und Südspitze der Insel.

Unterkunft

Üblich sind eher Pauschalreisen, aber die Insel eignet sich auch wunderbar für individuelle Urlaube. Wir haben uns für eine Kombination aus einem Roadtrip mit Unterkunft an der ruhigen Westküste und dem einsamen Süden, sowie einem längeren Hotelaufenthalt in einer ruhigen Gegend an der Ostküste, entschieden. Es kann, aber muss ja nicht ein trendiges All-Inclusive-Hotel auf Rhodos sein. Es gibt viele schöne Ferienunterkünfte, familiengeführte Hotels und in den griechischen Tavernen isst man meist besser als im am Hotelbuffet. Das kommt dann auch der Bevölkerung zu Gute. Natürlich gibt es wahnsinnig viele ansprechende und umwerfende Hotelanlagen. Dennoch sind auch einige stark auf Massentourismus ausgelegt, eine Bausünde in der Natur und meist für Pauschaltouristen mit begrenztem Reisebudget vorgesehen, was sehr oft nicht für Qualität spricht. Augen auf bei der Hotelwahl – checke auf jeden Fall die Umgebung und schaue ob Tavernen und Supermärkte in der Nähe sind.

Authentische Gaumenfreuden

Mehr als nur Tsatsiki, Gyros und Souvlaki…

  • Moussaka – ein Auflauf mit frittierten Kartoffelscheiben, Hackfleisch, gebratenen Auberginen und gestockter Béchamelsauce.
  • Tirosalata | Chtipiti – eine Creme aus Feta.
  • Melitzanosalata – gegrillter Auberginensalat. Die im Ofen gebratenen Auberginen werden ohne Haut und Kerne kleingeschnitten und mit zerdrücktem Knoblauch zu einem Püree verarbeitet.

  • Zaziki, Tzatziki, Tsatsiki – ein Joghurtgericht mit Knoblauch, Gurke und Olivenöl.
  • Fava – ein gut gewürztes Erbsenpüree mit Kapern, Zwiebeln und Olivenöl.
  • Dakos – gehackte Tomaten, Olivenöl und Feta auf Zwieback.
  • Horiatiki Salata | Griechischer Salat – Tomate, Gurke, Paprika, Oliven und Schafskäse.
  • Mezedes – kleine Appetithäppchen, die häufig zum Ouzo serviert werden (Calamari, frittierte Sardellen, gebratenes Gemüse, Käse, weiße Bohnen in Tomatensoße, usw.).
  • Gemista – mit Reis gefülltes Gemüse, wie Tomaten, Paprikaschoten, Auberginen oder Zucchini.
  • Gyros – nach traditioneller griechischer Art gewürztes, geschnetzeltes Schweinefleisch vom Drehgrill. Einfaches schnelles Gericht mit Pita.
  • Souvlaki – Fleischspieße unterschiedlicher Größe vom Holzkohlegrill (Lamm- oder Schweinefleisch).
  • Baklava – ein in Honig/Zuckersirup eingelegtes Gebäck aus Blätterteig, gefüllt mit gehackten Walnüssen, Mandeln oder Pistazien.
  • Galaktobureko (Grießauflauf), Loukoumades (in Öl ausgebackene Küchlein in Honigsirup), Moustalevria (ein Traubenmostpudding) oder Chalvas (Süßes aus Zimt, Honig, Süßholz und Sesam.
  • Kalamarakia – frittierte Tintenfische
  • Griechischer Joghurt – Sahnejoghurt mit Honig und Walnüssen, gereicht als Dessert.
  • Café frappé – kalt aufgeschäumter Instantkaffee mit Eiswürfeln mit/ohne Milch/Zucker. Eine Spezialität im Sommer, erfunden von einem Angestellten der Firma Nestlé.
  • Griechischer Bergtee – Sideritis aus den Bergen mit Honig und evtl. Zitronensaft (heiß und kalt).
  • Ouzo – eine klare Spirituose/Aperitif mit ausgeprägtem Anisaroma. Wird in den Tavernen zu Mezedes (Häppchen) getrunken.
  • Souma – Zwischenprodukt beim Ouzo, traditionelles Getränk auf Rhodos. Schnaps mit erdigem Charakter, beliebt in kleinen Bars und Restaurants. Jámas!

Orte | Sehenswürdigkeiten

WESTEN

  • Antike Stadt Kamiros – Grabungsfeld der ehemaligen Stadt. Kamiros war neben Ialysos und Lindos eine der drei Städte des antiken Rhodos. Die Ausgrabungen gehören zu den wichtigsten historischen Stätten der Insel. Durch die Hanglage hat man einen Panoramablick auf das Meer und die gegenüberliegende türkische Küste.

  • Kritinia Castle – Festung mit wunderschönem Rundumblick über die Westküste und zur Nachbarinsel Chalki. Frei zugänglich. Hoch über dem Meer, ideal um einen Sonnenuntergang zu genießen.
  • Kopria Beach – eine winzige Bucht mit Kieselstrand, umgeben von weißen Klippen, in einer ruhigen Gegend. Hier kann man wunderbar von verschiedenen Klippenstufen ins Meer springen. Es gibt ein paar kostenlose Liegen mit Sonnenschirmen, die immer wieder frei werden, und eine Taverne mit Parkplatz. Anziehungspunkt für Individualtouristen und Einheimische.

  • Johnny’s Grill Taverna (Kopria Beach) – griechische Küche, frischer Fisch und Meeresfrüchte, Salate, Knoblauchbrot und Gemüse. Alles lecker und frisch zubereitet. Tolle Aussicht und super Service. Beliebt bei Einheimischen und Individualtouristen.

  • Siana – das Honigdorf. Ein schönes Bergdorf im Südwesten von Rhodos. Bekannt für seine kleinen Läden mit kulinarischen Köstlichkeiten. Sehr beliebt bei Touristen(bussen). Ein kurzer Halt ist ausreichend. Die Kirche dort ist sehr bekannt und wunderschön.

  • Monolithos – ein typisches Hügeldorf mit blau-weißen Häusern, guten Tavernen und einem schönem Blick über die Insel. Die örtlichen Läden bieten regionale Produkte, wie Souma, Honig und Olivenöl an. Hier findest du Ruhe und viele nette Einheimische. Der Ort ist ein idealer Ausgangspunkt für viele tolle Ausflugsziele.

Tipp! Die Taverne Old Monolithos Taverna. Traditionelle griechische Küche in gemütlichem Ambiente mit tollem Ausblick. Sehr gastfreundliches Personal und ein toller Service.

  • Ruinen der Johanniterburg von Monolithos – Burgfestung aus dem Jahr 1476 auf einem markanten Felsvorsprung direkt über dem Ägäischen Meer. Grandiose Kulisse, ein wunderschöner Panoramablick, Anziehungspunkt für Urlauber und der perfekte Ort für einen Sonnenuntergang. Unterhalb der Klippen befinden sich die ruhigen Strände Fourni Beach und Alyki Beach (naturbelassen)

  • St. George Kalamos – eine Kapelle, Panoramablick und Möglichkeiten ein schönes Picknick zu machen.

  • Limni Beach – flaches Wasser in einer Lagune an der rauen Westküste. Nicht ganz einfach zu finden, etwas versteckt. Es gibt ein paar Parkplätze neben den Wassermelonenfeldern. Ein Strand für Ruhesuchende.

  • Chrisama Restaurant (Main Coast Road, Apolakkia) – kleine Taverne direkt am Meer mit wunderschöner Aussicht und leckerem griechischen Essen in einer abgelegenen Region Ideal als Zwischenstopp auf einem Roadtrip.

SÜDEN

  • Strände | Sunset Views – entlang der Küstenstraße Epar. Od. Ialisou-Katavias von Westen kommend. Rhodos in seinen Ursprüngen. So einsam, dass wir uns immer wieder gewundert haben, wie es sein kann, dass die Insel in den anderen Himmelsrichtungen so überlaufen ist und hier, selbst im August, fast niemand auf der Straße unterwegs ist. Spannende Hügelformationen, Meer in allen Blautönen, rau und faszinierend. An der Verbindungsstraße zwischen Kattavia und Apolakkia gibt es viele Zufahrten zu den kilometerlangen Stränden und wir waren tatsächlich ganz allein – auf Rhodos, im Hochsommer, in der Hauptsaison.

  • Melonenplantagen – die Gegend um Apolakkia ist bekannt für die leckeren Karpoúzis, die griechischen Wassermelonen. Du findest immer wieder große Felder an der Küstenstraße und an den Seitenstraßen, die zum Strand führen. Es gibt auch Straßenverkäufer.
  • Damm von Apolakkia – ein Stausee und Naturschutzgebiet. Ideal zum Wandern und Verweilen. Du findest in der Region viele Olivenhaine, Zitrusbäume, Pinien und viele Tiere.
  • Halbinsel Prasonisi – kleine Halbinsel, die durch eine Sandbank eng mit Rhodos verbunden ist. Wunderbare Ausblicke von beiden Seiten. Je nach Wasserstand kann man rüber zur Insel laufen. Im Winter überschwemmt das Meer den Sandweg und trennt die Insel von der Küste. Schwimmen ist dann wegen der Strömung zu riskant. Bade-/Kite-/Surferparadies auf beiden Meerseiten. Es gibt Tavernen, Wassersportschulen und Unterkünfte. Parken am Strand ist kostenlos. Ein ganz besonderer Ort.

Wandertipp! Der Aufstieg auf den Gipfel des Hügels auf der Halbinsel Prasonisi lohnt sich. In ca. 2 Stunden kann man eine Rundwanderung von ca. 7 km auf der kleinen Insel unternehmen. Es gibt Buchten, Ziegen, einen Leuchtturm und tolle Aussichten. Überall duftet es nach frischen Kräutern. Achtung! Hunde sind auf der Insel nicht erlaubt!

OSTEN

  • Lindos Stadt – ein Meer aus weißgetünchten Häusern unterhalb der Akropolis. Kleine gemütliche Gassen, Kapitänshäuser mit wunderschönen Innenhöfen, Rooftop-Restaurants mit traumhaftem Ausblick, Boutiquen, Souvenirläden und tolle Strände in unmittelbarer Nähe. Postkartenmotiv mit hoher Anziehungskraft. Überlaufen und doch einen Ausflug wert.

Parken muss man etwas außerhalb, zum Beispiel oberhalb der St. Paulusbucht (Parking 3) oder in der Nähe des Lindos Beach (Parking 2) oder Lindos Central Parking. Egal wo man parkt, man muss ein kleines Stück in die Stadt laufen oder den Shuttlebus nehmen.

Unser Tipp! In der Mittagshitze ist die Stadt und die Akropolis wie leergefegt. Heiß, aber frei von Besucherströmen. Alternativ lohnt sich ein Besuch vor 9 Uhr, noch bevor die Touristenbusse einfallen. Man hat also eine Wahl.

  • Akropolis (Lindos) – das Wahrzeichen von Lindos. Wohl mit Abstand die wichtigste und meistbesuchte Sehenswürdigkeit auf Rhodos. Der Aufstieg zur Akropolis ist kurzweilig und imposant. Als Erwachsener sollte man sich auf keinen Fall auf einen Esel setzen und sich nach oben bringen lassen. Für Kinder ist der Ritt ein Highlight, für Eltern ein freudiger Anblick, für die Tiere harte Arbeit. Bitte: keine großen Menschen! Nicht über 40 kg! Selber laufen, sein lassen…

  • Lindos Beach | Pallas Beach – Stadtstrände von Lindos mit sehr flachem Wasser und viel Sand. Hier gibt es Sonnenliegen, Umkleiden, Bars, Tavernen und Duschen. Es geht geschäftig zu, aber für eine Abkühlung nach der Stadtbesichtigung war es für uns ideal.

  • St. Paulusbucht | Kapelle Agios Pavlos (Lindos) – kleine, romantische Badebucht hinter der Akropolis, auch Limanaki Strand genannt. Dort gibt es ein Restaurant, welches hochpreisige Liegen und Schirme vermietet. Viel mehr Platz bleibt hier leider nicht, aber notfalls genügt doch das Handtuch.

  • Archangelos – das „Erzengel-Dorf“, die zweitgrößte Stadt mit ursprünglichem Charakter. Alte weiße Häuser, hübsche Gassen, Tavernen, Geschäfte, Cafés und wenige Touristen. Oberhalb von Archangelos befinden sich die Überreste einer Johanniterburg.
  • Kallithea Therme – Kuranlage im orientalischen Stil mit Strandabschnitt und vielen schönen Bodenmosaiken, erbaut von Italienern. Schwefelhaltige Quellen, bekannt für die heilende und therapeutische Wirkung des Quellwassers. Menschen aus der ganzen Welt kamen ab 1929 hierher. Die Therme verfiel dann viele Jahre, bis sie 2007 wieder eröffnet wurde. Die Quellen sind heute versiegt. Direkter Meereszugang mit kleinem Strand und Strandbad/Gastronomie/Eventlocation. Eintritt.

  • Anthony Quinn Beach  – populärer Strand aus Sand und Stein, ein Schmuckstück von Rhodos und absolut im Trend. Die Bucht hat diesen Namen da hier Szenen des Filmes „Die Kanonen von Navarone“ gedreht wurden. Einer der Hauptdarsteller war Anthony Quinn. Ihm wurde damals die Bucht von der damaligen Regierung geschenkt, was in den 90er Jahren durch ein Gericht wieder rückgängig gemacht wurde. Der Name ist jedoch geblieben und die Bucht sehr beliebt, vor allem bei jungen Leuten.

  • Kapelle Profitis Ilias – spektakulärer Ausblick auf die Buchten Ladiko Bay und Anthony Quinn Bay, sowie auf die beliebte und belebte Touristenhochburg Faliraki.
  • Afandou – eine lebhafte Kleinstadt, die sich nicht für den Tourismus aufhübscht. Enge Gassen, geschäftiger Verkehr und viele kleine Geschäfte, Gemüsestände und Tavernen. Der Dorfplatz trägt den Namen „Gummersbach“, als Erinnerung an die Zeit der Gastarbeit in den 1960er Jahren in Deutschland. Ursprünglich lag Afandou mal am Meer. Nach mehreren Piratenüberfällen im 7. Jahrhundert verlegten die Einwohner ihren Ort allerdings ins Landesinnere hinter den Berghügel.

  • Afandou Beach (hinter dem Berghügel) – einer der längsten und ruhigsten Strände auf der Insel (ca. 4km lang). Viele Einheimische kommen an den Wochenenden um die Ruhe zu genießen. Man kann direkt am Straßenrand parken. Es gibt ein paar wenige Tavernen bzw. Strandrestaurants, viel Platz und pralle Sonne.

  • Koskinou – ein kleines unscheinbares Dorf, bekannt für seine charakteristische Architektur im historischen Ortskern. Bunte Fassaden, Mosaike, Pflanzenarrangements, geschmiedete Tore und alte begrünte Bauten. Die Farbenvielfalt und die Atmosphäre ist beeindruckend. Hier verirrt sich kaum ein:e Tourist:in hin. Ein idealer Ort für Ruhe, Fotografie und ganz besondere Eindrücke. Die Dorfkirche Isodia Theotokou hat einen imposanten Glockenturm und ist der beste Startpunkt für einen Spaziergang (hier kann man auch parken). Im Heimatmuseum „Das traditionelle Haus von Koskinou“ sind Töpferwaren und Stickarbeiten aus Rhodos ausgestellt. Koskinou ist ein ganz besonderer Ort und Geheimtipp. Für mich ein „kleines Kuba“ auf Rhodos.

  • Tsampika Beach – bekannter Sandstrand mit angrenzender Dünenlandschaft und Felswänden. Oberhalb liegen die beiden Pilgerstätten, die Tsambika-Klöster.
  • Die Tsambika-Klöster – zwei bekannte griechisch-orthodoxe Kirchen an der Straße der Ostküste. Das untere Kloster mit Kirchplatz, das Kato Tsambika, liegt direkt an der Straße. Es soll geschaffen worden sein, um die Ikone der Mutter Gottes von Tsambika besser schützen zu können. Meistens ist sie im unteren Kloster untergebracht und wird während der Feierlichkeiten am 7. und 8. September in das ursprüngliche Kloster hinaufgetragen. Das obere Kloster mit spektakulärer Aussicht, das Moni Tsambika/Panagia Tsambika (230 ü. M.), befindet sich auf einem Berg zwischen Archangelos und Kolymbia (ab Wanderparkplatz etwa 300 Stufen zu Fuß bis zum Gipfel). Das „Kloster in den Wolken“ ist eine Pilgerstätte für Frauen. Die Legende besagt, dass Frauen, die Schwierigkeiten haben schwanger zu werden, barfuß auf den Gipfel steigen sollen, um die Jungfrau Maria um Fruchtbarkeit zu bitten, und dass der Wunsch meistens erfüllt werde.

NORDEN

  • Altstadt von Rhodos-Stadt – UNESCO-Weltkulturerbe. Verwinkelte Altstadtgassen, die berühmte Ritterstraße, Bauten aus dem Mittelalter und der Zeit der osmanischen Besetzung. Du findest hier eine schöne Moschee, den Hippokrates-Platz, den türkischen Büchersaal, den Eulenbrunnen, den Platz jüdischer Märtyrer und viele weitere beeindruckende Orte.

Achtung! Keine High Heels in Rhodos Altstadt! Mission Impossible

  • Mandraki Hafen (Rhodos-Stadt) – eigentlich „der“ Startpunkt für eine Stadterkundung mit einigen Parkmöglichkeiten. Die Gebäude am Hafen erinnern an die italienische Besatzung. In der Hafeneinfahrt stehen Steinsäulen mit Bronzestatuen: Hirsch und Hirschkuh, die Wappentiere von Rhodos. Entlang des Hafens erstreckt sich die Stadtmauer mit dem Thalassini-Tor und den mächtigen Türmen – hier betritt man die Altstadt. Auf der anderen Seite des Hafens stehen die antiken Windmühlen und dahinter eine Festung.

  • Koloss von Rhodos (Mandraki Hafen Rhodos) – breitbeinige Statue auf zwei Sockeln, angeblich 30 Meter hoch. Der Koloss soll in der Hafeneinfahrt von Rhodos gestanden haben. Er zählt zu den sieben Weltwundern und bleibt bis heute ein Rätsel, da es keine Aufzeichnungen des Monumentes gibt. Er soll bei einem Erdbeben ca. 226 v. Christus eingestürzt, und auch schon von Piraten gestohlen worden sein. Vermutungen, Rätsel und ein Mythos.
  • Windmühlen von Rhodos (Mandraki Hafen Rhodos) – drei restaurierte Windmühlen und ein Festungsturm auf der östlichen Hafenmole mit sehr schönem Ausblick auf den Hafen.
  • Sachtouri Beach (Rhodos Stadt) – Stadtstrand direkt vor der Stadtmauer mit Blick auf das Meer und die riesigen Kreuzfahrtschiffe.

  • Großmeisterpalast (Rhodos-Stadt) – der Palast war einst eine Burg und der Amtssitz der Großmeister des Johanniterordens auf der Insel Rhodos. Es handelt sich um eine Rekonstruktion.

  • Stadtmauer (Rhodos-Stadt) – eine Mauer und Befestigungsanlage mit einer Länge von knapp 5 Kilometern. Sie umschließt die gesamt Altstadt, ist begehbar und bietet tolle Aus- und Einblicke.

  • Archäologisches Museum (Rhodos-Stadt) – ehemaliges Hospital des Johanniter-Ordens. Sammlungen archäologischer Artefakte mit beeindruckendem Innenhof und zauberhaftem Garten. Ein Ort der Ruhe und Schönheit.

  • Marktplatz am Friedhof (Leof. Kallitheas 1, Rodos 85100 Rhodos) – Wochenmarkt neben dem großen Friedhof. Die Markttage sind immer mittwochs und samstags, ungefähr von 8:00 bis 14:00 Uhr. Die Waren werden von einheimischen Bauern und Händlern angeboten. Obst & Gemüse, Fisch, Gewürze, Tee, Honig, Olivenöl, Blumen und Getränke. Regional und Saisonal im Sommer: Melonen, Feigen, Kirschen, Orangen, Aprikosen, Erdbeeren und Pfirsiche.

LANDESINNERE

  • Petaloudes – das Tal der Schmetterlinge. Einzigartiges Biotop von seltener landschaftlicher Schönheit. Zwischen Juni und September kann man hier tausende von orange-schwarzen Schmetterlingen* beobachten, die durch das Tal fliegen und auf Bäumen/Felsen sitzen. Im grünen, kühlen Tal mit kleinen Wasserfällen, wachsen seltene Platanen. Die Schmetterlinge fühlen sich vom Duft des Harzes der Ankerbäume stark angezogen. Man entdeckt auch sehr viele Krebse, die sich gut tarnen und anfangs den Schmetterlingen sogar die Show stehlen. Am Ende des Tals, am höchsten Punkt, befinden sich die meisten Falter. Anfangs muss man schon genauer hinsehen. Am Endpunkt kannst du noch die Monastary Kalopetras besuchen. Am Startpunkt gibt es die Taverne Butterflies, ideal als Abschluss.

Tipp! Butterflies Restaurant – traditionelle Taverne am Startpunkt des Schmetterlingstals. Bekannt für die hausgemachte Moussaka aus dem Holzofen.

*Callimorpha Quadripunctaria (russicher Bär oder auch Spanische Flagge)

  • Monastary Kalopetras – Kloster oberhalb des Schmetterlingstals. Toller Ausblick über die Küste im Schatten der Zypressen und Akazien. Die Kapelle und der Hof sind sehr hübsch anzusehen. Ein friedlicher Ort. Der Abstecher lohnt sich. Und bitte: ein T-Shirt tragen, liebe Damen und Herren der Sonne.

  • Sieben Quellen – Quellen, die auf einer kleinen Fläche aus dem Waldboden entspringen und einen Fluss und einen kleinen See bilden. An diesem wunderschönen Ort gibt es einen dunklen, schmalen Durchgang, der in einen See führt (barfuß +Taschenlampe!). Alternativ kann man auch oben herum bis zum See wandern. Vom dort wandert man dann weiter hinunter durch das Idyll bis zum Wasserfall/der Straße und wieder zurück. Am Ursprung der Quellen befindet sich ein, auch bei den Einheimischen beliebtes, Restaurant mit Pfauen und Blick auf das Wasser. Der Legende nach verjüngt man durch Trinken des Quellwassers um 7 Jahre… wir haben uns zusätzlich für heimischen Wein und gegrillten Auberginensalat entschieden.

Tipp! Die Taverne Epta Piges – ein idyllisches Waldrestaurant direkt am Ursprung der Sieben Quellen. Authentische, kulinarische Reise durch die griechische Küche an einem rauschenden Bach. Hier kommen auch viele Einheimische her um ihre Freizeit zu genießen.

  • Eleousa (lost place)- eine verlassene Geisterstadt, die vor dem ersten Weltkrieg von den Italienern zur Kolonialisierung gebaut wurde – mit einem Dorfplatz, einer Schule, einem Sanatorium, einem Arkadenbau, Kolonialhäusern und einer Kirche. Der Ort ist heute verlassen und verfällt zusehends. Der eigentliche, bewohnte Ort liegt unterhalb der Geisterstadt. Betreten auf eigene Gefahr. Ein grandioses Ziel für Fans von Lost Places. Sehr beeindruckend.

  • Bassin (Eleousa) – ein Bassin, ein großes Becken mit Mini-Springbrunnen nur wenige hundert Meter vom Dorfplatz entfernt (Richtung  Profitis Ilias). Von Italienern erbaut und später von der EU restauriert. Hier leben die vom Aussterben bedrohten Gizani Fische und die Dorfjugend nutzt das Becken im Sommer als Pool.

  • Agios Nikolaos Fountoukli – eine kleine Kirche in idyllischer Umgebung umgeben von Oliven- und Feigenbäumen.

  • Profitis Ilias (798 m) – drittgrößter Berg von Rhodos, umschlossen von Dörfern und viel Wald im mittleren Teil der Insel. Es gibt das bekannte, von Italiener erbaute, Hotel Elafos und das Café Elafaki. Die Bauten im dichten Nadelwald im alpinen Stil sind sehr bekannt und erinnern an Südtirol oder den Schwarzwald. Ein starker Kontrast zu den restlichen Bauten von Rhodos.

Tipp! Ausflugsfahrt von Ost nach West: die oben genannten Ausflugsorte, inklusive einer malerischen Strecke durch das Landesinnere, lassen sich alle wunderbar miteinander verbinden.

Weitere Ausflüge

  • Symi – eine kleine, ruhige, malerische Insel, die man vom Hafen in Rhodos Stadt erreichen kann. Die Überfahrt dauert ca. 1  1/2 bis 2 Stunden. Die Insel mit ihren bunten kleinen Steinhäusern gehört zu einer der schönsten Inseln der Ägäis. Atemberaubende Aussichten, kleine Strände und schöne Wanderwege. Auch bekannt für das Schwammtauchen.
  • Embona – ein Weindorf hoch in den Bergen mit Blick in die Weinberge. Das Zentrum der Weinherstellung am Fuße des höchsten Berges von Rhodos, dem Attavitos (1215 Meter hoch). Es gibt Führungen und Verkostungen. Tavernen und Geschäfte bieten regionale Produkte an. Am besten kommt man mit dem Mietauto um die Ausflugsbusse umschiffen zu können.

Für Kinder

Gemeinsam glücklich. Auf Rhodos findet jeder seine Oasen, natürlich auch die Kinder. Wasserabenteuer am und auf dem Wasser, Rittergeschichten und Legenden, Ruinen und Burgen, Entdeckungstouren, unzählige spannende Strände, funkelndes Meer und Wasserparks. Mediterranes Klima, traumhafte Poollandschaften und leckeres Essen bei herzlicher Gastfreundschaft. Es gibt viele freilaufende Ziegen, Hühner und Katzen sowie ein Tal voller Schmetterlinge und die Möglichkeit Esel hautnah zu erleben.

Tipp! Ausflüge auf den Vormittag legen und Badesachen für die geplante oder spontane Abkühlung danach in das Auto packen.

Gut zu wissen und bestens für’s Budget: Zu historischen Anlagen haben Kinder freien Eintritt.

Achtung!

Sonne satt, aber sie brennt! Im Sommer wird es meist weit über 30°C, ab Oktober liegt die Temperatur bei ca. 25°C. Müll findet man leider an den schönsten Stränden, vorwiegend an den wilden Stränden im Westen und Süden – Plastikflaschen treiben in fast jeder Bucht. Wenn man nicht mit jedem Völkchen und dessen Eigenheiten das Hotel teilen möchte, sollte man vor der Hotelwahl über Bewertungsportale prüfen, aus welchen Ländern die Gäste vorwiegend anreisen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Deutschen tatsächlich täglich vor dem Frühstück die Liegen mit Handtüchern mehrfach belagern – am Pool und am Strand, für die ganze Familie. Das Klischee hat sich leider bestätigt, über Fairness lässt sich hier streiten. Stichwort Massentourismus: Die Lage des Hotels unbedingt bei Google Maps überprüfen (Strandnähe, Supermarkt, Tavernen) um Enttäuschungen zu vermeiden. Auch hier lohnt es sich Gästebewertungen zu lesen um sich ein Gesamtbild zu verschaffen. All-inclusive Angebote täuschen preislich auf den ersten Blick. Es macht sich bezahlt genauer hinzusehen und abzuwägen. Für uns wäre AI teurer gewesen als HP mit Extras und Ausflüge. Mietwagen und organisierte Ausflüge sind sehr hochpreisig in den Hotels. Es lohnt sich das Mietauto über einen längeren Zeitraum und von Zuhause aus bzw. außerhalb des Hotels zu buchen. Auf der Insel gibt es leider sehr viele Bauskelette und kaputte Gewächshäuser, die das Landschaftsbild prägen.

Summary

Rhodos, die Perle im Mittelmeer. Eine wunderschöne Insel mit ganz besonderen Ecken und landschaftlich reizvollen Orten. Egal ob Familienurlaub oder Zweisamkeit, auf Rhodos gibt es sehr viele Möglichkeiten und Gegebenheiten für eine entspannte Reise. Urlaub, wie man ihn sich (meist) im Sommer wünscht! Fazit: das waren entspannte Sommerferien!

Viel Spaß auf Rhodos!

Die Previs

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